Online-Shopping: Trau - schau wem!

Mit dem Untertitel “Via Internet einkaufen – oder doch lieber den Fachhandel berücksichtigen?” beschreibt Edi Borer im Standpunkt der Wirtschaft, der offiziellen Publikation der Wirtschaftskammer Baselland, seine Erfahrungen bei der Bestellung eines Artikels im Internet. Er wollte ihn aus Zeitgründen im Internet bestellen und wartete dann viel länger, als er erwartet hatte.

Seine Schlussfolgerungen:

Fazit 1: Aus den ursprünglichen sehr günstigen Softwarekosten von 163.75 ist inzwischen die stolze Summe von Fr. 196.55 angewachsen.

Edi Borer hat den Shop über eine Preissuchmaschine gefunden. Zuerst zurück zu gehen und die Kosten beim nächst teuereren zu überprüfen, hätte wenig Zeit und weniger Energie gekostet, als sein Ärger.

Fazit Nr. 2: Die Software ist bestellt und bezahlt, auf die Lieferung kann ich – gemäss Mail des Lieferanten – bis zu rund 20 Tage oder noch länger warten.

Ich lese immer die AVB und Versandbedingungen, bevor ich das Häckchen “ich habe sie gelesen” anklicke. Wenigstens die wichtigsten Punkt, die da sind: Rückgaberecht, Lieferbedingungen, Garantiebesimmungen. Es ist mir auch schon passiert, dass ein vermeintlich lieferbarer Artikel nicht an Lager war. Ich konnte bisher alle diese Bestellungen problemlos stornieren. Eine Bestellung bei einem Lieferanten ohne Rücktrittsrecht bei Lieferverzögerung führe ich nicht durch!

Fazit Nr. 3: Hätt ich gewusst, was «online» auf mich zukommen würde, ich hätte gleich bei meinem Fotofachhändler bestellt, Vertrauensverhältnis und wertvolle Beratung inbegriffen.

Da kann ich nur zustimmen. Es gilt jeweils abzuschätzen, ob dass das Risiko der Onlinebestellung, vor allem wegen Garantiefällen, eine Preisvorteil von CHF 31.45 (in diesem Fall) aufwiegt.

Fazit Nr. 4: Die Software ist inzwischen eingetroffen – im teuren «Priority-Modus» erst acht Tage nach der Bestellung.

Fazit Nr. 5: Wenn schon Online-Shopping, dann bitte gerade in der Schweiz auf einem insgesamt seriöseren, professionelleren und vor allem kundenfreundlicheren Niveau.

Ich mache seit Jahren Internetbestellungen. Ich bin bisher immer gut gefahren dabei. Es gilt dabei, einen gewissen kritischen Blick auch im Internet nicht zu verlieren. Die meisten Menschen kaufen in der Schweiz auf keine teuren Uhren bei einem Strassenhändler mit schmutzigen und zerrissenen Kleidern. Finger weg von dubiosen Seiten mit dubiosen Adressen. Es gibt ausländische, zum Teil unseriöse Händler, die mit einer Schweizer Webadresse aufwarten.  In den Vertragsbestimmungen ist das aber alles ersichtlich!

Lieber Edi Borer

Es ist schön, dass Sie für den KMU-Fachhandel eine Lanze brechen wollen. Aber indem man die Leute mit dem Internet-Einkauf erschreckt, ist niemandem gedient. Es gibt auch schon heute genug KMU, die vom Internet leben.

Sinnvoller wäre meiner Meinung nach, wenn Sie mehr darauf eingegangen wären, wie man sicherer im Internet einlaufen kann.

Oder als Hilfe für den KMU-Fachhandel: Wie kann ein Fotoladen in Gelterkinden dank dem Internet besser überleben?

Wwwunderschöne Grüsse
Charley Collins

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